6 Schandflecke in Kollegahs Erfolgsgeschichte (Gefixte Version)

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    6 Schandflecke in Kollegahs Erfolgsgeschichte (Gefixte Version)

    Kollegah der Boss?

    Kollegah ist einer der beliebtesten Rapper seiner Zeit. Das liegt auch daran, dass er die hohe Kunst der Selbstinszenierung beherrscht, wie kein Zweiter. Hhier sechs Flecken auf Kollegahs ansonsten strahlend weißer Weste. "Bossaura" zählt nicht. Und auch wenn wir Disclaimer eigentlich scheiße finden: Dieser Artikel soll Kollegah in keiner Weise schaden. Zu behaupten, wir wollten damit eine Message á la "Nobody is perfect, accept that" verbreiten, wäre aber auch gelogen. Ganz ehrlich: Wir finden das einfach witzig.

    1. Dieses Jugendfoto:

    Okay, das Argument ist zugegebenermaßen ziemlich unfair. Der gute Felix ist hier höchstens 16 Jahre alt - und peinliche Fotos gibt es von jedem von uns. Aber hier zeigt sich: Auch der Kollegah war nicht immer der durchtrainierte Boss-King-Imperator, der heute eingeölt den stählernen Bizeps präsentiert, sondern eher ein leichtes Ziel für beiläufige Nackenschellen.
    Edit: Es handelt sich bei dem Foto offenbar nicht um Kollegah. War wohl ein Prank auf unsern Nacken.

    2. Der katastrophale Splash!-Auftritt

    Zu diesem Zeitpunkt repräsentierte Kolle schon den Zuhälter. Sein Auftritt beim Splash! Festival 2006 war aber wenig bosshaft: Auf offener Bühne musste Slick dem damals 22-Jährigen erklären, wie man ein Mikrofon hält. Auch Staiger leistete Hilfestellung. Nach einigen vergessenen Texten wurde der Deutschrap-Revolutionär von der Bühne gebuht. So zumindest die Überlieferung - wir waren nicht live dabei. Ein kurzes Video dokumentierte das Trauerspiel aber, wenn auch in beschissener 2006-Handy-Qualität.

    3. Der unbeholfene Versuch, auf Englisch zu rappen

    Ein internationales Feature? Das klingt nach Weltstar!" so oder so ähnlich muss Kollegah gedacht haben, als er dem gemeinsamen Song mit der Euro Gang zusagte und einen Part auf Englisch fabrizierte. Inhaltlich ist das alles gar nicht so verkehrt, aber Herrn Blumes Akzent ist derart deutsch, dass meine Haare vom Hören des Verses blond wurden und mein Arm zum Hitlergruß zu zucken begann. Das Video wurde sogar auf dem Selfmade Records Kanal hochgeladen – die Euro Gang aber in einem Wort geschrieben. Juckt. Ab Minute 2.30 gibt es die geballte Almanhaftigkeit des Jurastudenten.


    4. "Ich stamme nicht vom Affen ab!"

    Der ansonsten ohne Frage intelligente Rekord-Rapper philosophierte bei "Letzte Runde" über die Evolutionstheorie. Und das tut richtig weh! Als religiöser Mensch nicht an Darwins Evolutionstheorie zu glauben, ist absolut nichts Ungewöhnliches - aber die Argumentation ist an dieser Stelle Gold wert. "Du kannst eine Millionen Fische aus'm Wasser holen und ans Land legen - die werden sich nicht verwandeln, die werden einfach nur sterben!". Immerhin behält er die Debatte dominant in der Hand und schafft es, seinen Gesprächspartner, dem es leider an eigentlich so simplen Kontra-Argumenten fehlt, mit rhetorischen Spielchen zu verwirren. Dennoch keine Glanzstunde des Muskelmannes - dafür aber Comedy-Gold!

    5. Seyed

    Warum? Einfach nur: Warum??! Theorie: Kollegah wollte sein Label Alpha Music nicht unbestückt lassen und dachte sich, mit Seyed Mohammad, der seine Hater mit Kalashs killt, habe er einen guten Platzhalter. Junger, tätowierter Südländer, sieht nicht schlecht aus, nichts an der Stimme auszusetzen. Das wird nicht gehatet, mit der eigenen Reichweite wird das dann auch ganz gut laufen und das Label kann bis zum eigenen Album vor sich hin vegetieren. Seyed ist aber derart austauschbar und ein Meme von allem, was einem mittlerweile an Rap auf den Sack geht, dass das Signing der größte Griff ins Klo seit Maj... nein, seit immer ist.

    6. Fanpost 2

    Der Schuss ging nach hinten los: Mit dem Nachfolger seines legendären Disstracks "Fanpost" demontierte Kollegah seinen eigenen Mythos mit Bravour. Bis Dato zitterte ganz Deutschrap vor den Disstracks des Friedbergers: Separate kam seit "Ein guter Tag zum Sterben" nicht mehr so recht auf die Füße, Fler muss seit dem ersten Fanbrief Karottenwitze über sich ergehen lassen, für Laas brauchte es nicht einmal einen Track von Kolle selbst. Mit "Fanpost 2" hingegen, zeigte der Boss höchstens, wie man in 18 Minuten absolut nichts erzählen kann, was im Kopf bleibt. Lediglich dass Fler den Song löschen ließ, war eine unfreiwillige Schadensbegrenzung.

    KOLLEGAH Fanpost 2 from coca lord on Vimeo.

    Skinny

    Der freundliche Lauch von rap.de und http://Heckmeck.TV , der sich immer über alles aufregt ||| Rap, Scotch, Games, Comics, Frauen. In der Reihenfolge.

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