#mitschülergate – schmutzige Geheimnisse der Deutschrap-Elite durch ehemalige Klassenkameraden enthüllt!

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    #mitschülergate – schmutzige Geheimnisse der Deutschrap-Elite durch ehemalige Klassenkameraden enthüllt!

    Nachdem das investigative Reportagemagazin tilllate.com gestern aufdeckte, dass der Münsterländer Twink-Rapper Juicy Gay seine Homosexualität nur aus Image-Gründen vorspielt, ging ein Raunen durch den Twitter-Wald. Ein ehemaliger Mitschüler des Musikers, der die Kunst des Schwul-Cool-Reims in Deutschland etabliert hat, gab zu Protokoll: „Ich bin mir zu 100% sicher, dass er nicht homosexuell ist, da er den Namen Juicy Gay nur aus Jux benutzt.“ Ein weiterer Freund bestätigt dies. Nachdem Juicy auch noch den Tilllate-Redakteur Julian Riegel auf Twitter blockierte, der der Story auf den Grund gehen wollte, war klar, dass die Geschichte nur stimmen konnte. Würde die Weisheit „wer blockiert, verliert“ nicht wahr sein, dann würde sie wohl kaum in Staiger-Memes auftauchen.

    Wahrheit oder Fälschung? Die Twitter-Community ist gespalten.

    Es war klar, dass das Aufdecken hier nicht enden konnte. Viel zu oft werden Hip-Hop-Medien vom marodierenden Twitter-Mob als Lügenpresse beschimpft – und alles nur, weil sie guten Gewissens die Lügen weiter verbreiten, die die Künstler ihnen in Interviews auftischen. Unser Autor Børge Jensen begab sich darum auf eine Reise ins Darknet des Deutschrap. Er hackte die SchülerVZ- und StayFriends-Accounts der Sprechgesangs-D-Prominenz, um weitere ehemalige Mitschüler zu finden, die bereit waren, ihr Schweigen zu brechen.

    Reise in die bizarre Parallelwelt der ehemaligen Mitschüler

    Gar nicht so einfach war es, dem Fahrstuhlrapper Cro auf die Schliche zu kommen. Ein Kommentar auf seiner Pinnwand gab schließlich den entscheidenden Hinweis: „Du warst wohl auf der Baumschule!“ Was auf vielen Schulhöfen eine unbedeutende Standardbeleidigung ist, ist für Cro traurige Realität. Arme so dünn wie Zweige, eine Ausstrahlung wie eine Zimmerpflanze – ganz klar: So wie Laas Unlimited ein Lauchrapper ist, ist der Skinny Jeans tragende Raop-Star, der auch unter dem Namen PandaBURRR auftritt, ein Baumrapper! Ein ehemaliger Mitschüler gab zu Protokoll: „Ich bin mir zu 100% sicher, dass er ein Baum ist. Unter der Pandamaske verbirgt sich ein stattliches Blattwerk.“ Ein weiterer Freund bestätigt dies. Doch sollte man den Interpreten von Hits wie „Alt wie ein Baum“ und „Der alte Holzmichel“ und Kopf der Band „The Roots“ nicht unterschätzen: Ein ungehobelter Ahorn, der ihn in der Schulzeit oft gehänselt hatte, ist mittlerweile zu Brettern zersägt und in Cros Studio-Mobiliar vernagelt worden. Nach einem Statement zu fragen, traute ich mich nicht - ich blockierte seinen Twitter-Account lieber gleich selbst.

    Auch andere Rap-Fans stellen Nachforschungen im Mitschüler-Milieu an

    Die halbkanadische Herkunft des Hobbyluden Kollegah („Diss gegen Separate“) dürfte inzwischen wohl Jedem bekannt sein. Ein wohl gehütetes Geheimnis ist dagegen, dass der Offenbacher Ethnorapper Aykut Anhan alias Haftbefehl ein Halbkanak ist. Der Feuilleton-Liebling („Russisch Brot“, „Palästina über alles“) stammt einem ehemaligen Mitschüler zufolge aus einer kurdisch-deutschen Ehe. Ein weiterer Freund bestätigt dies. Doch das ist noch nicht alles: Bei unseren Recherchen stießen wir auch auf einen bislang geheim gehaltenen Bruder namens Rudi Anhan. Der leidenschaftliche Bausparer rappt auf Schützenfesten unter dem MC-Namen „Bußgeldbescheid“, hat soeben sein Jurastudium abgeschlossen und die letzte Rate für seinen Renault Twingo abbezahlt – Glückwünsch!

    Auch ein Ex-Schulkamerad des Münchener Antidepressiva-Hipsters R-Moon meldete sich zu Wort und gab zu Protokoll, dass der schokobraune Rapper („Tanz den Mussolini“, „Apomorphin Swag“) in Wirklichkeit ein blasser direkter Nachfahre des Cheruskerfürsten Hermann sei, der mit einer geschickten Kombination aus Schatten und Blackface-Schminke die Rolle des Afrodeutschen eingenommen habe, um besonders edgy zu sein. Ein weiterer Freund bestätigt dies. Der bekennende CSU-Sympathisant R-Moon war nicht zu einem Statement bereit und blockierte mich auf Twitter.

    R-Moon Alltag beim süddeutschen Multikulti-Rapper R-Moon. Man beachte den geschickten Einsatz der Mütze, durch deren Schatten die Haut dunkler wirkt.

    Kein Skandal ohne Thomas Chachurski a.k.a Toony (polnisch für "Weg des Kriegers"). Auch der Düsseldorfer Social-Media-Performance-Künstler, katholische Fundamentalist und Teilzeit-Rapper („Diss gegen Separate“) hat eine Leiche im Keller, und ein ehemaliger Mitschüler war bereit, diese hervorzuholen. Seiner Aussage nach soll der begeisterte Hobbypole Toony bereits in seiner Jugend über die Einstiegsdroge Ökumene zum Protestantismus konvertiert sein. Seitdem führe er ein nervenaufreibendes Doppelleben zwischen offizieller Papsthörigkeit und heimlichen Fahrten zum evangelischen Kirchentag. Ein weiterer Freund bestätigt dies. Da Toony über keinen Twitter-Account verfügt, war er nicht für ein Statement zu erreichen.

    Weitere Nachforschungen, weitere Schulfreunde, weitere Erkenntnisse, weitere Freunde bestätigen dies. Das Wichtigste in Kürze: Der Mainzer Jeck Separate („Diss gegen Kollegah“, „Diss gegen Toony“) besitzt entgegen den Vermutungen anerkannter Deutschrap-Genitalien-Experten nicht nur einen Hoden, sondern sieben. Fabian Römer hat gar kein Abitur, Bass Sultan Hengzt dafür schon. Joe Rilla ist in Wahrheit kein Ostberliner Rapper, sondern Frontmann der erfolgreichsten Böhse-Onkelz-Coverband Sachsen-Anhalts. Deso Dogg ist immer noch nicht tot.

    Fazit

    Es reichte, ich hatte genug gesehen. Die Mitschüler haben gesprochen, weitere Freunde haben bestätigt. Die Wahrheit liegt nun auf dem Tisch. Zeit für Rapdeutschland, Farbe zu bekennen. Statements müssen her – wer schweigt, stimmt (den ehemaligen Mitschülern) zu.

    Prinz Pi Prinz Pi geht bereits seit Jahren offen mit seinem Status als spiritueller Geistvernetzer um und hält Fotoshootings bevorzugt vor seiner privaten Reichsflugscheibe ab.

    UPDATE: Kurz vor Redaktionsschluss kontaktierte mich noch das Battlerap-Urgestein Smexer („Diss gegen Prinz Pi“), Ex-Beatfabrik-Kollege des Suhrkamp-Rappers Prinz Pi. Seine groß angekündigte Enthüllung, der zufolge Pi in Wirklichkeit kein Westberliner, sondern ein Pharaonenfreimaurer aus dem unterirdischen Weltzentrum Agharta ist, überraschte allerdings niemanden. Schließlich ist die Bilderberger-Herkunft des Künstlers, der früher als Prinz Porno bekannt war („Reptiloid ohne Grund“, „Im Erdinneren ist der Kompass ohne Norden“) in der Musikindustrie längst ein offenes Geheimnis, seit sein Deal mit Universal platzte, weil er das Budget für Neugeborenenopfer bereits nach zwei Wochen komplett aufgebraucht hatte. Das war wohl nichts, Smexer! Dafür gibt es demnächst auf Rap-Ist.net exklusiv erste Hörproben aus dem neuen Prinz-Pi-Album „Die Protokolle der Weisen von Zehlendorf“.

    Børge Jensen

    Ein ganz normaler Atze

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