Saufen, prügeln & Rapper fronten: Darum haben wir kein Videomaterial vom Splash! (Märchenstunde)

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    Saufen, prügeln & Rapper fronten: Darum haben wir kein Videomaterial vom Splash! (Märchenstunde)

    Foto: Stephan Flad Wir waren beim Splash! Festival und hatten den Plan, neben massiven TurnUps auch reichlich Videomaterial mitzunehmen. Interviews, Special-Formate, Drehs auf dem Campingplatz - alles war akribisch vorbereitet. Doch es kam anders. Ich werde das ganze aus der dritten Person schildern:

    Donnerstag: Sippi und Skinny treffen auf dem (bereits angepriesenen) MiXery-Campingplatz ein und beschließen erst einmal, sich mit ein paar Bierchen in Stimmung zu bringen. Bisher verbrachten sie das Splash! stets in zivil auf dem normalen Campingplatz und ließen - wie sagt man? - den Korf frei. Ein Festival ohne asoziales Verhalten und Pöbeleien? Unvorstellbar. Der Grundstein war gelegt.

    Freitag: Erwachen mit Kater. Kontern mit Alkohol. So weit, so gewöhnlich. Das erste Treffen mit Alina, die wenige Meter weiter campte, endete mit einem "Okay, Moises. Kommt mal klar." und einer Verabredung im Pressebereich. Nur wenige Stunden zu spät traf das betrunkene Duo ein, um das Kameraequipment und den mitgeschmuggelten Wodka im für Ersteres vorgesehenen Schließfach zu verstauen. Alina trafen sie trotz kaum erwähnenswerter Verspätung nicht an, also wurde die Zeit mithilfe des Kartoffeldestillats totgeschlagen. Danach wurde sich aufgrund einer freundschaftlichen Nackenschelle untereinander geschlagen, was ein nettes Gespräch mit einem der Security-Guards nach sich zog. Die magischen Worte "Jungs, kommt morgen wieder, wenn ihr nüchtern seid. Noch so ne Aktion und ihr fahrt nach Hause" erlösten das volltrunkene Paar von der harten Arbeit.

    Samstag: Heute solle etwas geschafft werden, sagte sich der frischgebackene hust Chefredakteur hust frohen Mutes. Heißt: Höchstens fünf Bier zum Frühstück. Diesmal immerhin gemeinsam mit Alina zum Festival-Gelände und ein bisschen strukturiert an die Sache gegangen. Das erste Interview fand mit einem etablierten Straßenrapper statt - uns wurde mit juristischen Folgen gedroht, sollten wir Namen nennen - und lief soweit glatt, bis Skinny, der sich offenbar zum Regisseur berufen fühle, aus dem Off wisperte, dass Alina "diesen Kek" doch einmal zu "seinem lächerlichen WannaBe-Gehabe" befragen solle, woraufhin das Interview aufgrund Skinnys mangelnder Stimmmodulation abgebrochen wurde. Das Interview mit einem etablierten Rapjournalisten endete in Beleidigungen beiderseits, während Sippis Versuch, einen Rapper, mit dem er sich angeblich sehr gut verstünde für ein Interview zu anzuwerben, in Handgreiflichkeiten ausartete. Ein weiterer verschenkter Tag.

    Sonntag: Letzte Chance! Heißt: Nur drei Bier vorm Drehen! Als erstes Stand ein Prank-Special mit Juicy Gay (den Kelb nennen wir namentlich, weil wir vor dessen Anwälten keine Angst haben) auf dem Tagesplan. Sippi kam die glorreiche Idee, einen doppelten Boden einzubauen, und Juicy während dessen Aktionen zu pranken. Wie genau der Prank aussehen sollte, weiß keiner mehr genau. Dass er aber fehlschlug und Juicy irgendetwas gar nicht lustig fand, werden sie nie vergessen. Keine Spur von Basedness mehr bei dem sonst so harmlos wirkenden Homorapper - ein unerwarteter Fausthieb in Sippis Gesicht und ein darauffolgender, nicht minder überraschender, Tritt in Skinnys knochige Rippen sorgten nicht nur fürs Scheitern des Streich-Formats, sondern auch für weitere verlorene Zeit, in der Wunden geleckt wurden.

    Als sich ein letztes Mal aufgerafft wurde, um Interviews an Land zu ziehen, hagelte es Absage um Absage für Heckmeck. Mal mit einer Ausrede "Dikka ich hab übertrieben Hunger, später ja", Mal Klartext. Das Verhalten der vergangenen Tage hatte sich herumgesprochen, kein Künstler erklärte sich bereit, mit den Jungs oder Alina zu sprechen. Mann, das war ein geiles Festival!

    Skinny

    Der freundliche Lauch von rap.de und http://Heckmeck.TV , der sich immer über alles aufregt ||| Rap, Scotch, Games, Comics, Frauen. In der Reihenfolge.

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