splashMagazin Apr 28, 2015

    Unser Splash! Survival Guide - 15 Tipps für das perfekte Festivalerlebnis

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    Unser Splash! Survival Guide - 15 Tipps für das perfekte Festivalerlebnis


    Von unserer bezaubernden Splash-Gängerin Jule (@JulianaBerlin)


    Vom 10.-12. Juli startet in Ferropolis der G8-Gipfel des HipHops. Im Rahmen dieser Eskalation haben wir euch einige brauchbare Tips zusammen geschrieben. Falls eure Mutter langsam nicht mehr eure Reisetaschen packt, solltet ihr Folgendes beachten.

    1) Richtige Vorbereitung
    Leute, ihr seid alle unglaublich cool. Wir sind unglaublich cool! ABER das Splash ist ein Festival mitten auf nem Acker im Ossi-Land (no offense).

    Also lasst eure weißen Air Force, schweren Goldketten und Apple-Watches einfach mal zuhause. Packt alles ein, was ihr einem Penner auf der Straße vermachen würdet. Wasser- und wasserfeste Kleidung (ja! das gibt es nicht nur von Jack Wolfskin), warme Decken, ein nices Kissen und ein paar extra Gadgets mit denen ihr, falls notwendig, benachbarte Zelte, die besser ausgestattet sind, bestechen könnt.

    Packt zudem ein paar sinnlose Dinge ein, mit denen man einfach Spaß haben kann. Hoch im Kurs sind an dieser Stelle lustige Plakate, Bälle und jedes andere halbwegs lustige Kinderspielzeug, Klebetattoos, Maskottchen oder Verkleidungen.
    Habt ihr beispielsweise dieses wahnsinnig große, jedoch kaputte Radio von Onkel Karl-Heinz im Keller herumliegen und eure Eltern schaffen es einfach nicht, sich von dem Teil zu trennen? Ab auf´s Splash damit, entweder ihr verkauft es deutlich über Wert oder ein paar heiße Menschen fangen deswegen ein Gespräch mit euch an - Win-Win.

    2) Ankommen

    Macht euch schon die Hinfahrt zu einem krassen Fest. Macht euch eine Playlist mit den Acts, die ihr krass feiert - das steigert nur die Vorfreude. Oder beklebt die Heckscheibe von Papas Karre mit nem guten Spruch aus Gaffa-Tape. Die nächsten Tage sind zum ausrasten da. Ihr werdet nicht die einzigen sein, wir versprechen euch das.

    3) Platzwahl
    Das Splash hat ein wahnsinnig großes Festival Gelände. Weswegen ihr euch einen guten Platz suchen solltet. Ich tendiere mehr zu hinten, da man den Weg von der Stage zum Zelt eh nur ein mal am Tag bewältigt und es deutlich angenehmer ist, näher am Auto zu sein um nicht so viel hin und herziehen zu müssen.
    Für die Hartgesottenen unter euch gilt eine Regel: Je weiter vorne, desto weniger Lebensqualität was Sauberkeit, Ruhe und Ordnung betrifft.

    Unser Tipp: Camping Deluxe im Mixery Festival Camp. Ihr bekommt ein Zelt, habt getrennten Einlass, saubere Duschen, Toiletten, Frühstück, Ladestationen für Elektronik, 10 Freibier und - ganz wichtig - bewachte Schließfächer! Ein Zelt für zwei kostet 150€ - ein Top Deal! Uns könnt ihr dort ebenfalls antreffen.



    4) Ausbau der Ländereien
    Habt ihr euch erst mal für einen Platz entschieden, gilt es sich häuslich einzurichten. Hier ist ein Campingstuhl elementar! Hat der Arsch erst mal nen Platz ist alles andere egal. In der ersten Nacht könnt ihr zur Not auch in diesem Stuhl pennen. Ansonsten sind Tisch, Zelt, Luftmatratze, Pavillon, Grill und kalter Alkohol ein schöner Start. Realisiert, dass es ab diesem Zeitpunkt in jeglicher Hinsicht bergab geht und genießt die kurze Ordnung - außer ihr residiert im oben erwähnten Mixery Festival Camp.

    5) Erste Nacht
    Zu den wahren Anfängerfehlern gekört es, in der ersten Nacht zu viel Gas zu geben.

    Auch der Veranstalter lässt sich in Sachen Spannungssteigerung nicht lumpen und haut Sonntag die dicken Dinger raus. Nutzt ihr schon Donnerstag oder Freitag den Selbstzerstörungsmodus, so sitzt ihr Sonntag Vormittag gegen 11 heulend in eurem Zelt und esst die Kekse die Mama euch heimlich einpackte und über die ihr euch noch Stunden zuvor lustig gemacht habt.
    Packt euch auf jeden Fall auch warme Socken und einen nicen Pulli ein, da es Nachts crazy kalt wird.

    6) Überleben
    Die Meute eines Festivals ist grundsätzlich darwinistisch veranlagt. Nur die Harten kommn´ in Garten, bzw. „Du hast kein Generator dabei und willst dein Handy bei uns laden und bietest uns dafür ne Dose Ravioli? Go kill yourself!“.
    Freundet euch an, schließt nützliche Kontakte, seid nett zueinander, fangt früh an zu tauschen, zeigt eure Brüste und was euch Papa sonst noch so gegeben hat.

    7) Alkohol
    Das mit dem Alkohol ist nicht unbedingt eine Lovestory auf dem Splash. Glasflaschen sind komplett verboten und werden euch beim Reintragen auch sofort abgezogen. Auf dem Festival-Gelände sind ausschließlich Tetra-Packs erlaubt. Ihr könnt euch also eine kleine Tragetasche aus einem O-Saft Karton und Gaffa-Tape bauen, die ihr mit allem füllt, was knallt. Ansonsten gilt es kreativ zu werden.

    8) Planung der Acts
    Da unsere Daseinsberechtigung auf dem Splash leider sehr begrenzt ist, gilt hier ganz klassisch an den Untergang zu denken (Memento Mori). Legt euch direkt nach Anreise einen kostenlosen Pocket Guide zu und fotografiert den auf euer Handy ab.
    Ab dann könnt ihr planen was ihr sehen wollt. Es ist leider immer so, dass Künstler parallel auftreten. Zudem findet das ganze unter erschwerten Bedingungen statt, da man leider nicht voll einsatzfähig ist.

    9) Auf neue Gruppen einlassen
    Ihr seid mit euren Freunden unterwegs und das ist auch gut so! Aber alle Menschen an diesem Ort verbindet schon mal grundsätzlich ein ähnlicher Musikgeschmack. Findet doch mal raus, ob ihr mit dem ein oder anderen nicht noch mehr Gemeinsamkeiten habt.
    Gute Einsteigerthemen in unserer Gemeinde sind meist Gras, Klamotten, dieser krass wracke Auftritt von..., die heißen Weiber/Typen in dem blauen Zelt.
    Ich hab inzwischen wahre Splash-Freundschaften, mit denen man sich auch unter dem Jahr easy über Konzerte, Gerüchte im Hip-Hop und anderen Quatsch austauschen kann.

    10) Genauer überlegen, ob Hüpfburg und Co. eine gute Idee ist
    Das Splash ist natürlich auch ein Ort an dem jeder Konzern super gern Werbung für sich macht, weswegen diverse Zigaretten-Marken, Pizza.de, Snipes und was uns junge dynamische Verbraucher sonst noch so begeistert, viel andrehen wollen.

    Ihr solltet nur bedenken, dass ihr komplett unzurechnungsfähig und besoffen sein werdet. Überlegt euch also 2x ob die überdimensionale Hüpfburg von Pizza.de nach einer Flasche Vodka ne tolle Idee ist, ob ihr unbedingt 10x in den Eiskübel von Sony springen müsst um das gratis Handy zu ergattern und ob es 2 Monate nach dem Festival immer lustig ist für kostenlose Zigaretten Packungen alle Namen eurer Familie mit Beleidigungen als Zweitnamen zu verwenden. Fragt euch am besten jetzt schon ob Traudel Fotzenkopf Schmid das dann auch lustig findet. Andererseits kann man auch so einiges collecten, also go for it !

    11) Essen
    Im Supermarkt solltet ihr euch auch mit realistischen Dingen wie Wasser, Klo-Papier und sättigenden Nahrungsmitteln eindecken. Nach einer harten Nacht kann eine 5-Minuten Terrine, fertig Waffeln oder eine Tasse Instant-Kaffee wahre Wunder bewirken. Bedenkt, dass ihr meist keine Kühlmöglichkeit habt, weswegen Leberwurst und Eis eher so semi-professionell sind. Was immer gut läuft sind Pfefferbeißer, Toastbrot, Nutella, Bananen, Müsli Riegel oder einfach mal ne feine Aspirin.

    12) Handyvideos
    Es werden überall Drohnen unterwegs sein, die die krassesten Aufnahmen machen. Zudem gibt es noch 385 andere Kameras am Boden, weswegen euer verwackeltes Handy Video aus der 10. Reihe unbrauchbar ist. Konzentriert euch beim Filmen und Fotografieren also mehr auf eure Mitmenschen und spart eure wertvolle Akku-Zeit. Genießt die Auftritte!
    Handyvideos beim Auftritt aufnehmen ist dumm

    13) Gänsehautmoment
    Jeder hat diesen einen wahnsinnigen Moment, wenn der Lieblingskünstler das beste Lied aus seiner Mottenkiste auspackt und man total betrunken und unglaublich glücklich mitgrölt. Versucht diesen Moment irgendwie in eure Birne zu brennen. Sauft euch also danach nicht ins Koma und vermeidet es, in diesem Moment eurer Handy rauszukramen. Euer Kopf ist bei diesen Dingen das beste Speichermedium.

    14) Geheime Empfehlungen
    Wer sich ein bisschen auf dem Splash auskennt, hat schnell den Dreh raus, was kostenlosen Alkohol, Zigaretten oder Essen betrifft.
    In der Jägermeisterhütte könnt ihr jede volle Stunde kostenlose Shots abgreifen, sobald ihr den röhrenden Hirsch durch die Lautsprecher hört. Zudem treten viele Künstler in dieser Hütte noch mal separat auf, so könnt ihr euch gute Acts zwei Mal ansehen oder euch leichter entscheiden, wenn zwei eurer Lieblingskünstler auf den großen Bühnen zur gleichen Zeit auftreten. Meldet euch bei Malboro jeden Tag als Testkunde an, dort könnt ihr euch ein Feuerzeug bedrucken lassen und natürlich kostenlose Zigaretten abstauben. Zudem kann bei jedem Malboro Promoter eine angefangene Schachtel Malboro gegen eine neue eingetauscht werden. Zum kostenlosen Snipes Gewinnspiel muss ich nichts sagen, ihr habt eine Gewinnchance von gefühlten 99%.
    Überlegt euch einfach bei jeder Aktion, ob sich der Aufwand für den Gewinn lohnt.

    15) Abreise

    Es bietet sich an Montag abzureisen, da Sonntag super spät und krass anstrengend wird. Die darauffolgenden Tage werden hart und traurig. „Alles schon vorbei - Wie soll ich jetzt bloß weiterleben - Könnte es nicht noch mal Donnerstag sein – Wo hab ich die Handynummer von diesem Dude aufgeschrieben, der Karate-Andi genau so feiert wie ich?
    An dieser Stelle kann ich euch keinen Tip geben. Leidet, wie ich auch. Das geht vorbei und ehe man sich versieht ist das Line-Up fürs nächste Jahr draußen.

    Wir hoffen euch zahlreich beim Splash anzutreffen. Jeder Rap Ist Fan. der auch im Mixery Festival Camp residiert, bekommt mit dem Codewort "Rape mich" einen Vodka Shot auf unsere Rechnung!

    RapIstChief

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