24. September 2019
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Heckmeck.TV Throwback: Julian Williams bei Stompy im Interview

Heckmeck.TV Throwback: Julian Williams bei Stompy im Interview

Fotoquelle: Foto: Screenshot von YouTube aus dem Video „‚Ich hab 20 Jahre lang die Fresse gehalten!' - Das große Julian Williams Interview" von Backspin
 
Summary:

Hach, wisst ihr noch damals? Die guten alten Zeiten? Nein? Wir helfen Euch mit unserer neuen Reihe „Heckmeck.TV Throwback“ auf die Sprünge. Spannende Deutschrap-Ereignisse, oder auch einfach nur Trash-Momente lassen wir hier nochmal Revue passieren.

Julian Williams aka J-Luv: Von Moses Pelham Anfang der 2000er entdeckt und als eines der größten Talente seinerzeit gehandelt. Zu dieser Zeit konnte der Produzent und Sänger mit fast allen Größen im Deutschrap zusammenarbeiten, denn niemand geringeres als Azad, Dendemann, Kool Savas und die Beginner sind Teil seiner Discographie. Am Höhepunkt seines Erfolges zog er nach New York, wo er für einige Jahre eine Ausbildung machte. Seit seinem Comeback in Deutschland mit neuen Veröffentlichungen sind uns allerdings weniger die neuen Songs in Erinnerung geblieben, sondern mehr Trash-Ereignisse. Allen voran sein beinahe legendärer Auftritt bei Stompy im Backspin Interview.

Das Interview zur Promophase von Julian Williams gibt es zwar leider nicht mehr offiziell und in voller Länge auf dem Backspin-Kanal, aber ich weiß noch ganz genau, was es damals für eine Wut in mir ausgelöst hat – einerseits, aufgrund der getätigten Aussagen von Julian Williams, und andererseits: WIE KANN STOMPY BITTE SO RUHIG BLEIBEN? Während ich das Interview schaue, gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Frag ihn einfach was das soll. Sag ihm, dass seine Marke nicht im Ansatz den Wert hat, von dem er da redet. Bitte Stompy, sag ihm endlich, dass er nicht der beste Produzent in Deutschland ist. Sag ihm, dass er keinen Jahrhundert-Hit geschrieben hat. Bitte, mach es einfach. Leider ist davon nichts passiert und der Kerl saß mit einer Gelassenheit daneben, dass es mich heute noch sprachlos macht. Und Apropos Marke: Es gibt de facto gar keine eingetragene Marke namens „Julian Williams“, das sagt uns jedenfalls die offizielle Datenbank aller eingetragenen Marken. Falls jemand mal eben 4-5 Millionen machen will, feel free!

 

Selten konnte man eine vergleichbare Überschätzung der eigenen Person in einem Interview beobachten. Und wenn man sich das Interview Jahre später noch einmal ansieht, erscheint das Ganze nochmal in einem anderen Licht – Denn hört man die getätigten Aussagen heute und schaut, was in den vergangenen Jahren passiert ist, sollte wohl allen auffallen, dass dieses Interview mehrheitlich heiße Luft war. Der Schaden, den Julian Williams damit an meinem Blutdruck angerichtet hat, ist allerdings irreparabel. Ich sterbe definitiv ein Jahr früher.

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