6. Dezember 2019
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Farid Bang, Marsimoto & Kc Rebell: Die kuriosesten Produktplatzierungen

Farid Bang, Marsimoto & Kc Rebell: Die kuriosesten Produktplatzierungen

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Deutschrapper sind die Influencer in 2019. Kaum ein anderes Genre bedient eine jugendliche, kaufkräftige Zielgruppe so sehr wie die großen Idole im Deutschrap. Wir zeigen einige kuriose und eventuell auch zu dreiste Produktplatzierungen.

Mudi: Kinder Bueno (?!)

Produktplatzierungen sind in Musikvideos keine Seltenheit – beinahe in allen großen Clips der angesagtesten Artists werden irgendwo im Hintergrund die Logos von vielen Brands deutlich zur schau gestellt. Meistens handelt es sich um Mode, Sport oder ähnliche Konzerne – bei Mudi hingegen scheint die Lebensmittelindustrie mitzumischen. Im Video zu „Sa2Alune„findet man ab Sekunde 48 eine der unangenehmsten Produktplatzierungen aller Zeiten, denn es könnte kaum unauthentischer und auffälliger sein, wie die Dame im Video in Slowmotion ein Kinder-Bueno aus dem Kühlschrank greift und dieses anschließend genüsslich mit Mudi teilt. Wie kommt man bitte auf solche Kooperationen?

Farid & KC: Suck It – Eis

Von versteckter Produktplatzierung kann hier kaum die Rede sein, denn das Szenario, wo eine leicht-bekleidete Frau in Moskau in einem Club einen vollen Eimer „Suck It“-Eis aus Deutschland an den Tisch bringt, ist wohl in der Realität eher selten. Zu allem Überfluss stellt sich auch noch die Frage, warum man gegen Mitte des Videos völlig übertreiben muss und plötzlich der „Mönch“ auch etwas von diesem Eis kostet.

Eunique: Inflationäre Nike-Logos

Sie gilt als eine der großen Neuentdeckungen der vergangenen Jahre und bringt bereits im Sommer ihr zweites Album auf den Markt. Scheinbar haben das auch einige Brands und Marketing-Agenturen mitbekommen, weshalb Eunique quasi eine laufende Werbefläche geworden ist. Ihr Video zu „Wer ist so nice“ ist weniger ein Musikvideo als ein Werbespot für Nike – was man in jeder Sekunde deutlich zu sehen bekommt. An dieser Stelle frage ich mich, wer oder was hier im Video mehr vermarktet wird. Eunique als Rapperin oder Nike als Marke?

Aber gut, wir wollen hier mal nicht nur alleine auf Eunique gehen, denn Nike zahlt auch bei einigen weiteren Rappern für die Zusammenarbeit – man schaue sich zum Beispiel ein beliebiges Video der 187 Strassenbande an oder die tausenden Posts von hunderten Rappern, die sich bei Julia für ihr neues Paar Nike-Schuhe bedanken.

Eno: Deluxe Box mit bezahlter Werbung

Eine Deluxe-Box, die ausnahmslos aus bezahlter Werbung besteht. Hier geht es offensichtlich nicht um ein gutes Produkt, sondern darum, möglichst groß irgendwelche Firmenlogos unterzubringen. Während der Puma-Rucksack immerhin noch ein (kleines) Eno-Artwork vorweisen kann, ist der Zec+ Shaker einfach ein stinknormaler Zec+ Shaker. Wenn man bedenkt, dass es Leute gibt, die 50 Euro dafür bezahlt haben ist das Ganze eine bodenlose Frechheit. So frech, dass wir dieser Box einen eigenen Artikel gewidmet haben, den Ihr euch hier durchlesen könnt (klick).

Marsimoto: Go-Pro Werbung

Ein ganzer Werbe-Song, der an Sinnlosigkeit kaum zu überbieten ist: Dass Marsimoto auch mal einfache Themen behandelt sollte allen klar sein. Soweit so gut. Sich als Künstler aber für einen kompletten Track kaufen zu lassen und sogar den Track nach der Marke zu benennen sollte man aber aus jeglicher Sicht hinterfragen. Hier steht die Kunst nicht im Vordergrund.

Geschrieben von
kollin
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