26. September 2020
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Sido, Olexesh und Co: Die nervigsten Radio-Singles

Sido, Olexesh und Co: Die nervigsten Radio-Singles

Fotoquelle: Frank Schwichtenberg / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
 

Ein ungeschriebenes Gesetz eines jeden Kommerz-Albums: Es muss diese eine Radio-Single geben. Immer! Auf jedem Album! Auf einem eingängig melodischen Beat werden vom Rapper meist simple Themen präsentiert (Liebe), während Revolverheld, Mark Forster oder ein anderer Singer/Songwriter für die Hook, meist gefüllt mit langweiligen Phrasen und Metaphern aus Glückskeksen, verantwortlich sind. Dass das Ganze am Ende nicht mal ansatzweise authentisch wirkt, die Künstler sich vermutlich nur für den Song kennen und man ganz genau merkt, dass es sich hier nur um einen kalkulierten Versuch handelt, ins Radio zu kommen, ist bei diesem Song relativ egal. Hauptsache Geld und Radio!

 

Olexesh feat. Vanessa Mai

Nochmal: Olexesh feat. Vanessa Mai. Der Song, der bei dieser Kollaboration entstanden ist klingt genau so, wie sich das Ganze liest. Ein komplett kalkulierter Versuch, gegenseitig Profit aus der Sache zu schlagen und neue Zielgruppen zu erreichen. Dass diese Zusammenarbeit am Ende nur für die Reichweiten gemacht wurde hört man dabei auch zu jeder Sekunde raus. Ein Song, der irgendwie zwischen Instagram-Storys entstand und dazu auch noch in einem der unangenehmsten Auftritte eines deutschen Rapper jemals endete.

Sido

Eigentlich könnte und sollte man solch einen Artikel nur mit Sido-Songs füllen können. Es ist irgendwie Gesetz, dass er auf jedem Album, in jeder Promophase diesen einen ganz speziellen Radio-Song veröffentlicht. Die Hook wird dabei natürlich jedesmal von irgendeinem Singer/Songwriter gesungen, mit dem der Rapper vorher vermutlich nie etwas zutun hatte, alles des Geldes wegen. Weshalb man das Gesamte Albumbild nun wegen einem Radiosong so beeinträchtigen muss, erschließt sich mir nur wenig. Besser wäre es, wenn diese Singles abseits des Albums erscheinen, damit wir sie immerhin besser ignorieren können. Wir hoffen zukünftig auf weniger Bourani, Forster und dergleichen.

Prinz Pi – 1,40m

Ein Song, der jegliches Klischees eines Mainstream-Radiosongs erfüllt. Jene Klischees, über die sich Prinz Pi zu Anfang seiner Karriere als „Prinz Porno“ nahezu auf jedem Album lustig gemacht hat. Wenn man sich überlegt, dass dieser Mann nur ein Jahr zuvor ein Comeback Album als Prinz Porno veröffentlicht hat und wieder versucht hat, mit Street-Credibility und Battletracks zu punkten, scheint das Ganze als ein schlechter Scherz und ist am Ende nichts anderes, als ein seelenloser kalkulierter Track, der auf nichts anderes aus ist, als schnelles Geld zu verdienen durch Plays von pubertierenden Mädchen. Leider hat das auch noch geklappt.

 

Geschrieben von
kollin
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