2. Juli 2020
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Stuttgarter Rap: Vom lokalen Untergrund zu Hype-Rappern(Cro, Max Herre usw.)

Stuttgarter Rap: Vom lokalen Untergrund zu Hype-Rappern(Cro, Max Herre usw.)

Fotoquelle: Chimperator / Chimperator Live
 
Summary:

Lange Zeit mehr im Untergrund aktiv, heute in allen Radios zu hören: Rap aus Stuttgart. Wir beschäftigen uns mit einigen ehemaligen und aktiven Künstlern aus der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg.

Franky Kubrick

Franky Kubruck ist einer der vielen Rapper, die in der damaligen Battlerap-Show „Feuer über Deutschland“ Aufmerksamkeit erregen konnte, und das, obwohl er lieber darüber rappte was er mit einer Frau hinter der Kamera tun würde, anstatt seinen Gegner zu attackieren. Franky Kubrick (ehemals Karibik Frank) generierte bereits 2001 mit „Psychisch Frank“ seinen ersten Hype, den er später als FOUR-Music-Signing noch weiter ausbauen konnte. Später unterschrieb er bei Optik Records, veröffentlichte dort zwei Mixtapes und trat immer wieder mit Featureparts positiv in Erscheinung. Trotzdem schrumpfte die Aufmerksamkeit der Deutschrapfans nach und nach. Sei es weil er nicht bereit war sich weiter zu entwickeln, oder weil er einfach labeltechnisch falsche Entscheidungen traf. Heute ist der Name Franky Kubrick nur noch eine verblasste Erinnerung in den Köpfen älterer Deutschrapfans.

Cro

Zu einer Zeit als Stuttgarter Rap beinahe als ausgestorben galt kam Cro und trat nicht nur die Tür ein, er sprengte das Ganze Haus weg, öffnete Deutschrap viele neue Türen und bewies, dass man Rap auch mit Melodien und Gesangshook kombinieren kann, ohne dass es gleich nach dem nächsten x-beliebigen, immer gleichen Radiosong klingt. Cro brach Verkaufsrekorde, als man noch in den Laden gegangen ist, um sich CDs und Maxi-Singles zu kaufen, als man bei iTunes noch 0.99 Cent für einen Song ausgeben musste. Die Erfolge, die Cro feiern durfte, scheinen zwar unendlich, dennoch ein kleiner Auszug: Eine eigene Festival-Open-Air-Tour, ein MTV-Unplugged-Album, einen eigenen Kino-Film, 31 gleichzeitige Chartplatzierungen mit Raop, roundabout eine Millionen verkaufte Alben  und von den Singles brauchen wir gar nicht erst anfangen. Aber neben all den Verkaufszahlen darf man ein Album nicht vergessen: „tru.“ – Einer Platte, der man gar nicht genug Aufmerksamkeit schenken kann und für viele Kritiker eines der besten Alben des aktuellen Jahrzehnt darstellt. Aktuell arbeitet Cro in Amerika und Bali an seinem neuen Tape und nutzt seine Reichweite auch, um jüngere Künstler auf seinem neugegründeten Label „truworks.“ zu supporten. Darunter konnte man bereits einige Juwele wie Majan und Badchieff hören.

Max Herre

Schon in den 90er Jahren feierte Max Herre als Teil von Freundeskreis erste Erfolge. Die Single A-N-N-A verkaufte sich über 250.000 mal und immer wenn es regnet denken wir an den Song. Es folgte weitere fruchtbare Jahre mit Freundeskreis, bis Max Herre sich als Soloact versuchte und es so immerhin zu einem der rar gesäten MTV-Unplugged Auftritte brachte. Heute ist er, neben seinem kürzlich erschienen Album „Athen“, hauptsächlich mit Labelarbeit beschäftigt. Zu seinen Schützlingen zählen unter anderem seine Frau Joy Denalane und Ausnahmerapper Megaloh.

Maeckes & Plan B

Im Jahr 2007 – lange bevor sie als Teil der Orsons Erfolge feierten, veröffentlichten zwei Viertel der Orsons ein Kollaboalbum, das in Kennerkreisen hohe Wellen schlagen sollte. Maeckes und Plan B waren als Duo bereits auf der ersten Feuer über Deutschland DVD zu sehen und hatten als Moderatoren durchs HipHop-Open geführt. Als Stuttgarter Hoffnungsträger überzeugten sie mit einem kreativen HipHop-Entwurf, nahmen sich nicht immer ganz so ernst und brachten es damit schließlich auch zu einem Chimperator-Deal. Auch wenn man sie heute nur noch als Orsons-Mitglieder kennt, waren Maeckes & Plan B ein Duo, das seinesgleichen suchte und ihr gemeinsames Album „Als wären wir Freunde“ genießt in gewissen Kreisen Legendenstatus.

 

 

Geschrieben von
kollin
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