24. September 2019
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Das letzte VBT: Wer sind eigentlich die beiden Finalisten?

Das letzte VBT: Wer sind eigentlich die beiden Finalisten?

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Wenn ich an die Hiphop-Jahre 2010 – 2012 zurückdenke darf eine Sache nicht unerwähnt bleiben: Der Aufstieg der Videobattles, allen voran natürlich das VBT von rappers.in, samt all den alten Helden: Lance Butters, Weekend, Kico, 3Plusss, die auf allen Schulhöfen das Thema Nummer 1 gewesen sein sollten. Aktuell findet das letzte Turnier von rappers.in statt. Ein VBT wird es nicht mehr geben. Auch wenn es in diesem Jahr nicht ansatzweise so viele Menschen verfolgten wie den Jahren davor, war es doch ein würdiger Abschluss des Turniers. Im Hinblick auf das Finale, das in kürze erscheint, möchten wir Euch die beiden Finalisten mal vorstellen.

Peat

Wenn man eine Umfrage in den ersten Runden des Turnieres gestartet hätte, wer ins Finale einzieht, sind wir ehrlich, die wenigsten hätten für Peat gevotet. Er hatte zu diesem Zeitpunkt nicht mal wirklich einen Status als Geheimfavorit, doch von Runde zu Runde änderte sich das langsam. Spätestens im Viertelfinale hatten Peat alle auf dem Zettel, im Halbfinale konnte er sogar das klickstärkste Video in der K.O-Runde liefern – völlig verdient, denn die Entwicklung, die Peat im Laufe des Turnieres genommen hat, ist riesig. Während er anfangs noch sehr solide, durchschnittliche Runden veröffentlichte (kein Front an dieser Stelle), konnte er seinen Stil von Runde zu Runde weiterentwickeln und ausbauen. Seine ersten Runden waren keineswegs schlecht – doch wer sich anschließend mal seine Halbfinale HR anschaut (hier entlang) wird sicher verstehen, wovon ich spreche. Selten war die Entwicklung eines Teilnehmers über die Monate hinweg so groß. Was mir überaus gefällt: Die Beats stammen meist aus eigener Hand, was auch einer der Gründe für seinen Erfolg ist, denn durch die etwas ungewöhnlichere Stimmlage passt das Ganze am Ende perfekt zusammen und harmoniert mit den eigenen Beats super überein.

Peat, der seit 2014 Onlinebattles bestreitet, konnte 2017 beim vorherigen BLB (Bundesländerbattle) von rappers.in das erste mal eine höhere Aufmerksamkeit generieren, als er zusammen mit Team Nordreib-Westfalen bis ins Halbfinale kam, wo sie sich gegen Tomatenmark und Anaporia geschlagen geben mussten. Seinen Rapstil vergleichen einige mit dem von Splifftastic, vermutlich, da sich die Stimmlage ein wenig ähnelt. Doch davon solltet Ihr Euch lieber selbst ein Bild machen. Neben dem VBT und dem Battlerap-Ding ist Peat Mitglied, Produzent und Rapper von Team Reiben, wo allesamt ebenfalls u.a in der Battleszene aktiv sind, vor allem in den Acapellas von DLTLLY & Co.

 

 

Engine Itano

Einer der großen Titelfavoriten hat es ins Finale geschafft – es ist wohl für die wenigsten eine Überraschung, denn bei den Votings um die Favoritenpunkte in den Vorrunden war er immer bei den obersten Plätzen mit dabei. Wenn man seine Runden in diesem Turnier verfolgt hat, wird wohl auf folgendes Fazit kommen: Verdient. Nicht nur seine Punchlines sind im Turnier ganz oben mit dabei: Auch beim Flow und seiner Technik merkt man ihm die jahrelange Erfahrung an, in seinen Hooks beweist er Runde für Runde ein gutes Gespür an Musikalität. Im laufenden Turnier konnte er unter anderem Dima Richman und Tomaten Mark schlagen, beide ebenfalls unter den Titelfavoriten vorne dabei gewesen. Da das Turnier sicher nicht alle unserer Leser verfolgen, sollten sich einige die berechtigte Frage stellen „Engine Itano? Wer?„. Wir helfen Euch auf die Sprünge: Angefangen hat der gute Herr 2010 unter dem Namen Lucs, 2011 ging es dann mit Dr. Lucs weiter. Im großen Jahr 2011 – als der VBT-Hype niemand verschont bleiben konnte, schaffte es Dr. Lucs bis ins Viertelfinale, wo er sich gegen den späteren Turniersieger Weekend geschlagen geben musste. Im darauffolgenden Turnier in 2012 war er ebenfalls als Teilnehmer dabei, schied dort gegen EstA aus. (Ja, der Typ, der mal bei Baba Saad war und nun Werbung für die AOK und dem Saarland macht.)

 

 

Die Hinrunden erscheinen am 14.03. auf dem Kanal von rappers.in (hier klicken).

Wer noch mehr über die „gute alte Zeit“ lesen möchte, legen wir unseren Rückblick über 10 Jahre VBT ans Herz (hier entlang). Rest in Peace, VBT.

Geschrieben von
kollin
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