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Der XXX-Bars-Song

Dieser Song dient oftmals als Opener für die Promophase und wird meist als „Song, der voll in die Fresse geht“ bezeichnet. Der aussagekräftige Titel macht unmissverständlich klar, dass man es hier mit 60, 80 oder sogar 100 Bars zu tun bekommt.(Respekt an Fard der sogar „Terrorbars“ daraus machte) Hier rechnet der besagte Rapper meist mit alten Weggefährten ab, erwähnt für einen Rapupdate-Artikel noch zwei- bis drei weitere bekannte Rapper und streckt die Aussage von zwei Sätzen auf knappe 3 Minuten. Ganz wichtig bei diesem Song sind die vorherigen Posts und Videoansagen auf den Social Media-Kanälen, in denen betont wird, dass die Disses nichts mit dem in vier Wochen erscheinenden Album zu tun haben (Amazon-Link in der Beschreibung). Schließlich macht man macht das Ganze ja NICHT wegen der Promo, sondern weil es eben eine Herzensangelegenheit ist. Alles klar.

 

Der Song, der nur 1 Monat nach einem neuen Drake-Release erscheint und zufälligerweise genau so klingt

Was für ein Zufall! Da bringen Drake oder Kanye West ein neues Release raus, welches weltweit Erfolge feiert und nur ein paar Wochen später erscheint ein fast identischer Track im Deutschrap. Klassische Doppelschöpfung. Kann ja mal passieren!

 

Der zweite Teil eines uralten Hits

Du bist schon etwas in die Jahre gekommen, die Konzerte werden immer kleiner und deine jüngsten Verkaufszahlen stimmen dich nicht besonders Glücklich? Es gibt eine Lösung: Starte YouTube, schau das letzte Fanfrageninterview an, welches Du mit HipHop.de geführt hast und werte statistisch aus, nach welchem zweiten Teil am häufigsten gefragt wurde. Dann mach einfach irgendeinen Song und nenne ihn Teil 2. Fertig.

 

Der Song mit Fußballer-Vergleich im Titel

Ein Song, den in 2018 eigentlich niemand mehr hören wollte, aber dennoch Woche um Woche neu die Shishabar-Playlists befüllt. Thematisch passiert hier rein gar nichts, man streckt eine Zeile auf drei Minuten (meist untermalt mit Afrotrap-Klängen) und streut hier und da ziemlich langweilige Vergleiche ein – man sei etwa „King wie Griezmann“, oder man geht „mit dem Kopf durch die Wand wie Zidane“. Gratulation!

 

Das YouTuber-Crossover

Der raffinierte Rapper ist mittlerweile dahinter gekommen, wer heutzutage bei kaufkräftigen Jugendlichen die größten Idole sind: Youtuber. Um etwas von der Reichweite mitzunehmen werden gerne Kooperationen mit DagiBee, DieAussenseiter & Mois und Co. gesucht, auch wenn es musikalisch absolut keinen Mehrwert bietet.

 

Der Asphalt brennt

Man nehme einen düsteren Samplebeat, metallische Drums und Schüsse im Intro: das Gerüst steht! Darauf rappt man jetzt 3 Minuten vom Leben im Problembezirk, Teenagerschwangerschaften, Drogenmissbrauch und dem Kleinkrieg mit der Polizei. Wenn man den Metaphorischen Asphalt in brand setzt, wirkt man zusätzlich verdammt poetisch, ohne seine rohen Wurzeln zu verraten – Win-Win-Situation.

 

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