18. Juni 2019
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K.I.Z. Diskographie – von abgelehnten Demos zu Goldplatten

K.I.Z. Diskographie – von abgelehnten Demos zu Goldplatten

 
Summary:

Eine Reise durch die Alben von K.I.Z.

Hurra die Welt geht unter (2015)

Mit ihrem fünften und bisher letzten Album (nimmt man ihre Rucksackrap-Persiflage als „VSK“ aus) sprangen die Kannibalen zum ersten Mal auf die 1 und erhielten im selben Jahr sogar die Goldene Schallplatte. Könnte daran liegen, dass der Titeltrack massentauglich produziert wurde, den Zeitgeist mitten ins Herz traf und praktisch komplett ohne Schimpfwörter auskam. Das restliche Album geriet trotzdem wieder schön provokant, wobei einige Themen dann doch ernster und direkter angesprochen werden, als man es von K.I.Z.  bislang gewohnt war. Doch auch Rotzbengel werden irgendwann erwachsen und verändern sich – genau wie ihre Fanbase, die mittlerweile zu einer stattlichen Anzahl herangewachsen war. K.I.Z. haben sich selbst einen Legendenstatus erarbeitet, ohne jemals dieses Ziel gehabt zu haben. Sie machen weiterhin – mit zwei erhobenen Mittelfingern – ihr Ding und scheißen auf Meinungen anderer. Obwohl ihre Texte vor Sexismus triefen, geben sie mittlerweile regelmäßig Konzerte nur für Frauen, so wie auch am letzten Weltfrauentag. Dort haben sie auch bestätigt, dass sie an einem neuen Album arbeiten. Mal schauen welches Gesicht sie als nächstes zeigen: das kompromisslose wie zu Beginn ihrer Karriere, das poppige, melodiöse oder das weniger selbstironische, aber konfrontative Gesicht. Vielleicht sogar ein Gesicht, das wir von ihnen noch gar nicht kennen.

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Geschrieben von
Robin Fenner
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