27. Januar 2023
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Heckmeck Discographie: Caspers Soloprojekte – Vom Emorapper zum Teeniestar
Casper beim Deichbrand Festival 2013 - Urheber: Die Bildermacherei (Kerstin Tietje) - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Heckmeck Discographie: Caspers Soloprojekte – Vom Emorapper zum Teeniestar

Summary:

Während Fans auf das nächste Casper-Release warten haben wir uns durch seine vergangenen Soloalben gehört.

Lang lebe der Tod (2017)

Dieses Album hätte schon ein Jahr zuvor kommen sollen, wurde aber nach den kritischen Stimmen zur ersten Single nochmal verschoben. „Lang lebe der Tod“ ist vermutlich sowas wie das Musterbeispiel dafür, dass man sich einfach nicht zu viele Gedanken machen sollte. Eine fertige Platte kurz vor Release nochmal zurückzuziehen und fast ein Jahr lang weiter daran rumzuwerken birgt die Gefahr ein zu verkopftes, überladenes und von Betriebsblindheit gebeuteltes Gesamtkonstrukt zu werden. Am Ende war es wohl genau das, gepaart mit der – durch die Wartezeit gesteigerten – Erwartungshaltung, die dafür sorgte, dass „Lang lebe der Tod“ bei vielen Fans nur mäßig gut ankam. Casper versuchte zum wiederholten Mal ein Album zu schaffen, dass sich in Soundästhetik und Einflüssen von seinen übrigen Releases abgrenzte, nur diesmal schienen die Fans es einfach nicht zu verstehen. Schlecht ist „Lang lebe der Tod“ auf keinen Fall, aber es gibt schon einen Grund, warum ein Rapper nach zwei Platinalben plötzlich nicht mal mehr Gold geht. Natürlich ist und bleibt Casper ein Ausnahmekünstler, der im deutschsprachigen Raum seinesgleichen sucht, aber seinem Legendenstatus hat „Lang lebe der Tod“ definitiv mehr geschadet als genützt.

 

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